Zeichenkurse

FREITAGS ABENDS - für Jugendliche und Erwachsene

 

Landschafts- und Naturmotive, Tiere und Portraits - handgezeichnete Bilder üben auf viele Menschen eine besondere Faszination aus.

Wir arbeiten in diesem Kurs zu einer Bandbreite von Themen und erproben eine Reihe unterschiedlicher Zeichen- und Skizzentechniken. 

Ob als Vorzeichnung für Ihre Malereien, als raffinierte Bleistiftzeichnung oder lockere Skizze, lernen Sie Ihre Beobachtungen mit dem einfachen Mittel eines Stifts zu Papier zu bringen.

 

Das Programm umfasst diesmal einige neue Techniken: Kombination von Bleistift mit Ölpastell, Einsatz von Zeichenkreiden, Aquarellstift / Lavierung.

 

Der Kurs ist für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet.

Weitere Infos zum Zeichenkurs, oder eine Einschätzung ob der Kurs für Sie geeignet ist, erhalten Sie gerne telefonisch, oder per e-mail.

 

 

Termine: freitags 19h - 22h.

 

 

 

Weitere Infos und Anmeldung bei der Raupe :

info@raupe.be oder telefonisch 087/763656

SCHULFERIEN - für Kinder und Jugendliche

Die Comic und Manga Zeichenkurse richten sich an Kinder und Jugendliche von 8 bis 14 Jahren, und darüber hinaus.

 

Die Teilnehmer können Vorkenntnisse mitbringen, aber das ist keine Voraussetzung: es gibt Kursangebote für Einsteiger und Fortgeschrittene, sowie Aufbaukurse gezielt für fortgeschrittene Zeichner.

 

Schritt für Schritt lernen wir das Zeichnen beliebter Comic und Manga Klassiker, sowie bekannter Figuren aus Games und Animationsfilmen.

 

Der Kurs ist für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet.

Weitere Infos zum Zeichenkurs, oder eine Einschätzung ob der Kurs für Sie geeignet ist, erhalten Sie gerne telefonisch, oder per e-mail.

 

Termine:  5 Tage in den Schulferien  (Ostern, Sommer, Allerheiligen)
                 Einsteiger und Fortgeschrittene

 

Teilnahmegebühr: 75,- € inklusive Zeichenmaterial.

Weitere Infos und Anmeldung bei der Raupe :
info@raupe.be oder telefonisch 087/763656

 

DIE RAUPE INFORMIERT

mal ehrlich... was hat Kunst mit Ökologie zu tun ?

„Ästhetische Erziehung als Bildung der Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit verstanden, ist die entscheidende Voraussetzung einer wahrnehmenden Verantwortung und verantwortlichen Wahrnehmung der natürlichen Mitwelt und unserer Umwelt“
 

Michael Meyer-Abich, Naturphilosoph

 

Die kreativen Gestaltungskräfte, die den Menschen auszeichnen, möchten gefördert werden, damit man sich in seiner Ganzheit erleben kann. Das Bewusstsein, die Wahrnehmung des Selbst und seine Akzeptanz sind Voraussetzung einer ausgeglichen Persönlichkeit, die soziale Kompetenzen entwickeln und ausüben und somit auch Verhaltensmustern entsprechen kann, die mit der Natur harmonieren.
Bei jeglicher Form der Kunst ist die Ehrlichkeit mit sich selbst eine Arbeitsgrundlage und somit wird allumfassend die Wahrnehmung und das Bewusstsein ausgiebig geschult.


Die Kunst hat in diversen spezialisierten pädagogischen Methoden, als Erziehungsmittel einen besonderen Stellenwert. Die künstlerische Betätigung fordert Phantasie und Kreativität heraus und entwickelt das Empfinden für Qualitäten. Auf der einen Seite zeigt sie sich stets in einem sinnlichen Medium (Farben, Formen, Töne, Laute usw.), andererseits führt sie als Ausdruck eines nicht sinnlichen Gestaltungswillens über die rein sinnliche Erscheinung hinaus. Sie ist deshalb die beste Vermittlerin zwischen der sinnlichen und geistigen Natur des Menschen.


In der künstlerischen Tätigkeit, insbesondere beim Zeichnen, ist man ganz bei sich, aber auch ganz im Objekt, dem man in künstlerischer Anschauung seine Aufmerksamkeit schenkt. Mit der visuellen Aufnahme des Objekts, mit der Hinwendung zur Welt, wird die Trennung zwischen dem Ich und der Welt überwunden und eine neue, künstlerische Einheit gebildet. Der Schüler begreift sich und die Welt in einem aufgeschlossenen, erlebten Zusammenhang, er steht mittendrin.


In radikaler Weise spricht sich Friedrich Schiller in seinen Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen diesbezüglich aus: "Es gibt keinen anderen Weg, den sinnlichen Menschen vernünftig zu machen, als dass man denselben zuvor ästhetisch macht".


Gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeit, Stilgefühl und Qualitätsempfinden, aber auch die Förderung des individuellen Ausdruckswillens sind wirksame Elemente, um die emotionale Intelligenz ausbilden zu können; und es sind Elemente, welche durch die künstlerische Betätigung entwickelt werden, auf jeder Altersstufe mit einem anderen Schwerpunkt.

 

Der Naturwissenschaftler Klaus Michael Meyer-Abich schreibt in einem Aufsatz: "Ästhetische Erziehung als Bildung der Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit verstanden, ist die entscheidende Voraussetzung einer wahrnehmenden Verantwortung und verantwortlichen Wahrnehmung der natürlichen Mitwelt und unserer Umwelt. Wäre unsere ästhetische Urteilskraft nicht durch die Degeneration der Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit verkümmert, hätte es nicht im heutigen Umfang zu den gewalttätigen Zerstörungen durch das Industriesystem kommen können" (Klaus Michael Meyer-Abich: Dreissig Thesen zur praktischen Naturphilosophie, in: Ethik der Wissenschaften, München 1986, S.105).

 

Howard Gardner zeigt in seinem Buch "Abschied vom IQ" als Ergebnis seiner jahrelangen Forschungen, dass wir mit dem traditionellen Intelligenzbegriff, der mit dem Intelligenzquotienten abgestimmt wird, nicht auskommen, dass dieser der im Leben tatsächlich erforderlichen Intelligenzen keineswegs entspricht. Für ihn gehört, was sich in der Musik, der Malerei oder im Umgang mit dem eigenen Körper ausspricht ebenso zur Intelligenz, wie die Fähigkeit, mit sich selber, mit anderen  und der Natur umzugehen. Außerdem sind die beiden letztgenannten Fähigkeiten, Selbst- und Sozialkompetenz Schlüsselqualifikationen in der heutigen Arbeitswelt und für einen bewussten Umgang mit der Natur (Howard Gardner, Abschied vom IQ - Die Rahmentheorien der vielfachen Intelligenzen, Stuttgart 1994.)


„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“


Paul Klee